Alles Pasta, oder was?

Amore Geschichte Italien Nudeln Pasta Spaghetti Teigwaren

Lang oder kurz, gedreht, gerade oder in Fleckerl-Form, dick oder dünn, mit oder ohne Ei, Vollkorn oder Dinkel – Pasta geht immer! Hand aufs Herz, haben Sie sich in den letzten Tagen auch einer ordentlichen Portion Pasta hingegeben? Dann sind Sie nicht alleine, immerhin essen wir Österreicher*innen rund sechs Kilogramm Nudeln pro Kopf und Jahr. Die Italiener kommen auf gut 23 Kilo. Sonnenklar, immerhin haben die ja die Nudel erfunden. Oder etwa doch nicht?

Nudeln aus dem Reich der Mitte

China und Italien haben eines gemeinsam. Sie sagen, dass das jeweils eigene Land die Nudel erfunden hat. Ein Streit, der abrupt endete, als 2005 Gewissheit kam: In China wurde bei Ausgrabungen ein rund 4000 Jahre alter Topf mit Nudeln gefunden, eine Art Spaghetti, etwas über einen halben Meter lang. Abgeschaut haben die Italiener sich die wohl schmackhafteste Erfindung der Welt aber keinesfalls. Zwar hat man in Italien erst im 4. Jahrhundert Abbildungen von Geräten zur Nudelherstellung gefunden, doch wurde damit die Annahme, dass Marco Polo die Nudel im 13. Jahrhundert aus China nach Europa gebracht hatte, in alle Winde zerstreut. Die Italiener haben ihre geliebte Pasta also später, aber absolut unabhängig erfunden!

Mehr amore, per favore

Heute sind sie nicht mehr von unserem Speiseplan wegzudenken, die feinen Teigwaren aus Hartweizengries und Wasser. Rezepte gibt es fast so viele wie Sand vor den Toren Capris. Doch egal, wie man die Nudel dreht und wendet, ob man sie al dente kocht, in Minestrone köcheln lässt, klassisch mit Ragù alla Bolognese, modern mit Pesto aus geräuchertem Saibling oder extravagant mit Wildentenbrust-Sugo serviert, ob die Pasta aus Roggenvollkorn ist oder sogar mit Trüffel und Steinpilzen gespickt: die kleinen Alleskönner bringen einfach mehr amore in unser Leben!


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